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Zentraler Bereich fast jeden Wohnraumes bildet ein Sofa, ob nun im klassischen Sinne, in Form einer Wohnlandschaft, modener Lederecke oder der losen Anordnung von mehr oder minder bequemen Sitzgelegenheiten.
Bevor Sie sich ein neues Sofa/eine neue Couch kaufen, wollen Sie sich vielleicht über alternative Formen Gedanken machen.

Dieser Artikel gibt, so hoffe ich, neue Anregungen und Ideen und beleuchtet auch alternative Aspekte des Wohnens, wie wir sie auf einrichten.haus gerne vermitteln. Es ist bekannt unter vielen Namen und den unterschiedlichsten Erscheinungsformen und doch handelt es sich im Prinzip immer um das gleiche Einrichtungsstück: das Sofa, auch bekannt als Couch, Sitzecke, Wohnlandschaft, Wohnecke, Ausziehsofa/-Couch, und viele andere, auf deren einiger wir im Detail noch eingehen.

Um dem universellen Einrichtungsstück den nötigen Respekt zu erweisen, möchte ich kurz auf geschichtliches bzw. die Entstehung der verschiedenen Typen von Sofas eingehen.

Ob sich das Wort, wie man vermuten mag, vom arabischen "Suffa" ableitet und schon in der Antike Verwendung fand, wäre wohl etwas zu weit hergeholt und mag nur für die Fachwelt interessant sein und spielt für unsere Kaufentscheidung keine Rolle mehr. So weiß man aber aus datierten Funden, dass schon die alten Ägypter Möbel in allen erdenklichen Formen fertigten, bespannt mit Fellen oder Seilen dienten verschiedene Holzkonstruktionen als Rahmen. Das eigentliche Sofa, wie wir es kennen entstand wohl zu Ende des 16. Jahrhunderts als man begann die bis dato eher funktionellen Sitzgelegenheiten komfortabler zu gestalten. Was wohl im Geiste des Barock geschah, als man begann auch Möbel und Einrichtung  reichhaltig zu schmücken, mit aufwändigen Schnitzerein und Verzierungen zu versehen und nicht zuletzt auch die dicken Polsterungen auf Sitz- und Ruheplätzen anzubringen.

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Was zuerst als Sitzgruppe von gepolsterten Einzelhocken begann, mündete in immer aufwändigeren Polstermöbeln. Es gehörte zum guten Ton der feinen Gesellschaft, seine Gäste im so geschmückten Salon zu empfangen.

Genug der Vorworte, widmen wir uns nun den Typen von Sofas, die heute auch für weniger Betuchte erschwinglich sind:-)

Übersicht von Sofas

 Bei der Definition von Begriffen für dieses universelle Möbel, wird es schwierig, verbergen sich hinter dem Begriff unzählige Abwandlungen und Formen aus unterschiedlichsten Kulturkreisen. Auch die keywords, die Schlagwörter die die unzähligen Onlinehändler für ihre Produkte verwenden, sind dehnbar definiert und kennen keine Abgrenzung. So wird hier ein Ottomane, einer eher ursprünglicheren Form der klassischen Polsterbank, angepriesen, der aber weder Stauraum hat, noch besitzt er Armlehnen und in moderner Form liegt er auch ohne Füße flach auf dem Wohnzimmerboden auf.

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Das Sofa, hier klassisch-barock abgebildet, bequem und formschön ladet es den Besucher ein, sich in die anschmiegsame Polsterung zu setzen. Passend dazu die gepolsterten Ohrensessel, bilden die Möbelstücke ein traditionelles Wohnzimmer, auch Salon genannt.

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Hier die etwas modernere Variante eines Zweisitzer-Sofas, bei weitem nicht so edel, aber mit hoher Wahrscheinlichkeit um ein vielfaches gemütlicher, obschon es sich hier um eine Raum- und Budgetsparende Variante handelt.
Weiße oder cremefarbige Sofas

 Gemeinsam haben Sofas das Mermal, dass sie sich für mehrere Personen zum sitzen eignen, und über Rücken- und Armlehnen verfügen. Es gibt aber natürlich auch Schlafsofas - die ähnlich einer Couch - einen Liegeplatz zum Entspannen tagsüber bieten. 

Das Récamière ist ein weitere Begriff, unter dem dieses Möbel gefunden werden kann, genau genommen ist es das "wahre" Schlafsofa. Keine Rücken- aber zumindest mit einer seitliche Lehne zum Füße hochlegen, verfügt es über die funktionelle Eigenschaften einer Schlafcouch. Sie sehen, eine eindeutige Differenzierung der Bezeichnungen ist hier nicht gegeben. Um nicht zu vergessen, der Ottomane, in der typischen Ausführung, kommt ganz ohne Stützen aus.

Eine Wohnlandschaft, vereint oftmals mehrere dieser doch sehr ähnlichen Elemente als Ensemble vereint und eine einheitliche Kombination im modernen Wohnzimmer bietet. Anstatt mehrere Möbelstücke möglichst gleichen Stiles, wie ein Sofa, ein Ottomane und etwa Sitzhocker einzeln zu erwerben und im Wohnzimmer zu arrangieren, bieten moderne Wohnlandschaften diese in den variantenreichsten Ausführungen als einheitliches "Set". Dies hat den Vorteil eines einheitlichen Eindruckes, ist aber zumeist unflexibel in den Abmessungen und der Platzierung in der räumlichen Gegebenheit.

Zum Stichwort Sitzhocker gibt es eine ganz moderne Variante, die mir persönlich sehr gut gefällt, die Sitzwürfel bzw. Sitztruhen. Sie bilden eine kostengünstige Möglichkeit, Sitzgelegenheiten und Stauraum zu kombinieren und passen sich räumlich an jedes Platzangebot an. Gut gepolstert und mit verschiedensten Bezugsstoffen erhältlich, eine sehr flexible Lösung für die Wohnlandschaft in Eigenkreation. Auch Sitzsäcke bieten sich als Alternative zu den klassischen Möbeln an.

Man sieht also, die Möglichkeiten der Wohnraumgestaltung sind unbegrenzt, und mit etwas Kreativität und eine freien Geist vorausgesetzt, lassen sich auch zeitgemäßere Abwandlungen von Wohnzimmern einrichten.